URBAN GARDENING PROJEKTE -VON BERLIN ÜBER WIEN BIS ZÜRICH

Ein grüner Trend greift in den großen Städten um sich: Gärten voll von knackigem Gemüse und frisch duftenden Früchten. Doch eigentlich ist Urban Gardening, die gärtnerische Nutzung kleinerer Stadtflächen, gar keine neue Sache. Bis ins 19. Jahrhundert hinein war es nur schwer möglich, frisches Obst und Gemüse vom Land in die Großstadt zu transportieren, ohne dass die schnell verderblichen Lebensmittel auf dem Weg schlecht wurden. Daher hatten die meisten Städte einen Bezirk, in dem angebaut wurde, was die Bevölkerung brauchte. Seit einiger Zeit erfreut sich Urban Gardening in modernen Städten wieder neuer Beliebtheit. Junge Projekte sprießen im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Boden, wie Pilze nach einem warmen Regen.

Die grüne Prinzessin Berlins

In der Nähe des Moritzplatzes in Berlin-Kreuzberg zum Beispiel lag seit über sechs Jahrzehnten ein 6.000m² großes Grundstück brach, bis es 2009 von einem gemeinnützigen Unternehmen aufgekauft und kurzerhand mit Beeten bepflanzt wurde. Noch im selben Jahr konnte das erste Gemüse geerntet werden, es kamen weitere Pflanzen und sogar Bienenkörbe hinzu. Inzwischen finden sich in den so getauften „Prinzessinnengärten“ über 300 Pflanzenbeete, ein Gartencafé und eine eigene Gartenküche. Nachkommen der Kreuzberger Bienenvölker leben mittlerweile an der Universität der Künste Berlin und in Hamburg. Eine grüne Oase mitten in der Stadt.

Urban Gardening in Österreich und der Schweiz

Auch in Österreich und in der Schweiz ist Urban Gardening ein Begriff. Im Wiener Ottakring wurde 2008 mit dem Nachbarschaftsgarten Heigerlein das erste städtische Gärtnerprojekt der Stadt gegründet. Heute bestellen dort rund dreißig Familien ihre Beete, es gibt einen eigenen Kindergarten, eine Schule und eine Behindertentageswerkstätte. 2010 kam ein besonderes Gartenprojekt hinzu: der interkulturelle Garten Macondo. In einer Dorfsiedlung am Wiener Stadtrand nutzen Geflüchtete aus 22 Nationen die gemeinsame Fläche und haben mit ihrem „Garten für alle“ einen Ort der Begegnung geschaffen. Urban Gardening kennt keine Grenzen.

Auch in Zürich hat das Stadtgärtnern bereits Wurzeln geschlagen. Der Merkurgarten in Hottingen bietet kleine Parzellen zur Vermietung an, in denen gegen einen kleinen Jahresbeitrag jeder gemeinsam mit den Gartennachbarn sein eigenes Obst und Gemüse ziehen kann. Ein Gartenhaus mit angeschlossener Bühne bringt die pflanzbegeisterten Züricher auch über Dünger und Gießkannen hinaus zusammen – hier finden regelmäßig Theateraufführungen, Lesungen und Konzerte statt.

Gärtnern für Groß und Klein

Wusstest du schon, dass die ersten Urban Gardening Projekte Deutschlands – damals noch umfassend „Schrebergärten“ genannt – in Leipzig entstanden? Der Arzt Moritz Schreber wollte dafür sorgen, dass Stadtkinder sich mehr an der frischen Luft bewegten und ihnen gleichzeitig das Gärtnern beibringen. Allerdings musste er schnell feststellen, dass Kinder zwar sehr gerne draußen spielen, die meisten jedoch lieber nicht im Garten arbeiten. Dies übernahmen dann doch die Eltern. Noch heute ist Leipzig eine der führenden deutschen Städte, wenn es um Urban Gardening geht.

Bewegung in der Sonne, nette Beetnachbarn und schmackhafte Gerichte aus selbst gezogenem Gemüse – wer sagt, dass Gartenspaß nur auf dem Land möglich ist?

SCHLANKE MENSCHEN HABEN ETWAS GEMEINSAM

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